Abt. Binge Watching

Tabula Rasa

Hast Du mal eben 9 Stunden Zeit, um Dir einen Film anzusehen? Nein natürlich nicht. Hatte ich auch nicht. Doch die Serie TABULA RASA hatte mich sofort gefesselt, und so bin ich drin hängengeblieben. Und habe es nicht bereut. Die 9 Folgen à 60 Minuten habe ich mir in 3 Nächten reingezogen.

Es handelt sich um eine Gemeinschaftsproduktion von ZDFneo mit dem belgischen flämischsprachigen Sender VRTéén mit hervorragender deutscher Synchronisierung.

Nur ganz selten war mal ein Untertitel zu sehen. Zum Beispiel als die Hauptdarstellerin Mie (Veerle Baetens) im Badezimmer das Wort DROOM (Traum) auf ihrem Badezimmerspiegel lesen konnte. Sie oder die Kamera drehte sich dann so, dass das Wort rückwärts als MOORD (Mord) zu lesen war. Sowas gefällt mir.

Eine wichtige Rolle spielt auch ein geheimes Tagebuch, in das die Protagonistin Notizen und Zeichnungen einträgt. Oder ein entzweigerissenes Foto, dessen eine Hälfte sie dem Mann gibt, den sie am nächsten Tag wiedertreffen will. Damit er sich ihr damit zu erkennen geben kann.

Sie kann sich nämlich nie länger als 24 Stunden an ein Gesicht oder Ereignis erinnern. Wegen des anterograden Gedächtnisverlusts infolge des Autounfalls, mit dem alles begann.

Auch wenn man zwischendurch mal an Stephen King oder Horrorfilme oder spukbehaftete Häuser denken muss, ist man in dieser spannenden Miniserie immer auf der falschen Spur.

Ich fand den fast mystischen Psychothriller wahnsinnig spannend. Und zwar vom Anfang bis zur völlig überraschenden Auflösung.

ZDFneo Mediathek oder Amazon Prime

https://www.br.de/puls/themen/popkultur/tv-serie-tabula-rasa-zdfneo-kritik-100.html

https://kinogucker.wordpress.com/2018/05/03/tabula-rasa-staffel-1/

Lewis carroll Alice im Wunderland

Rote Mütze und Gelbe Westen

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Als ich heute Nachmittag in nikolausmässiger Mission nach Fessenheim fuhr, passierte ich in Chalampé eine Art Strassensperre von einigen Gilets Jaunes (Gelbwesten).
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Obwohl sie sogar ein richtiges Lagerfeuer am Strassenrand entzündet hatten, konnte ich ungehindert durchfahren. Der Mann mit der roten Mitra hatte wohl Vorfahrt, Gendarmerie kontrollierte den Verkehr. Naja, war ja auch sonst nicht viel los da.
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Ein perfekter Text

Wann war denn Dein letzter perfekter Tag? Der heutige kann’s ja nicht gewesen sein. Denn erstens ist er noch nicht zu Ende und zweitens würdest Du wahrscheinlich gar nicht hier lesen, wenn alles so perfekt wäre, wie man es sich manchmal wünscht.

Es gibt aber keinen perfekten Tag. Wie sollte der denn aussehen? Sollte er so sein wie noch kein anderer vorher? Oder so wie einer, den Du vielleicht erst zwei- oder dreimal in Deinem Leben erlebt hast?

Wenn jeder Tag so wäre, wie man sich einen idealen Tag vorstellt, dann wird das wahrscheinlich schnell zur Routine. Und somit langweilig. Dabei spielt es keine Rolle, ob man einer geregelten Arbeit nachgeht oder als Rentner so gut wie alle Freiheiten hat.

Wer nach Perfektion strebt, ist sowieso verloren. Soviel ist schon mal klar.

Nicht nur, aber auch deshalb endet dieser Text hier.

 

Frauen kann das kaum gefallen

Obwohl Michael Douglas die Hauptrolle spielt. In seiner ersten Netflix-Serie,“The Kominsky Method“, bestehend aus sechs Folgen. Ich bin in der dritten Folge und bis jetzt haben Douglas und sein Freund nur wenig Gutes erfahren. Dem einen ist die Frau gestorben und der andere hat’s mit der Prostata.

Das ganze wird mit ein bisschen mehr oder weniger zynischem Humor untermalt, völlig unpassend, wie ich meine.

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Männerfreundschaft zwischen den beiden gut situierten Herren schlägt sich dann in Zurufen wie „Du alter Wichser, Du!“ aus. Ich frage mich echt, wer sowas lustig finden soll.

Vielleicht die Damen? Sie bestimmen ja mehr und mehr das ganze kulturelle Geschehen von Film bis Literatur. Man muss wohl ein echter Frauenversteher sein oder Harald Schmidt heissen, wenn man dahinterkommen will, warum Ladies bei abgerissenen Typen wie Michel Houellebecq, der gerade wieder geheiratet hat, Schlange stehen.

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Foto aus: DER SPIEGEL 34/2005.
http://magazin.spiegel.de/EpubDelivery/spiegel/pdf/41506003
So schlimm sieht der Michael Douglas ja nun auch wieder nicht aus.

http://www.spiegel.de/plus/warum-frankreichs-nationaldichter-michel-houellebecq-so-einen-schlag-bei-frauen-hat-a-e6284c7e-eb14-4fb4-b9ac-75204c9ee004

Der Stand / Lauf der Dinge

Per Beantwortungsgerät wurde ich gebeten, mich später noch einmal zu melden. Im Moment seien viele Patienten in der Praxis, weswegen man nicht sofort alle Anrufe beantworten könne.

Ich hatte ja ihre E-Mail-Adresse und schrieb wie folgt vormittags um 11:30 Uhr.

Guten Tag Frau Dr. X,

da mein Hausarzt, der mich an Sie überwiesen hat, mir keine Überweisung zu einer Physiotherapie ausstellen wollte, habe ich auf eigene Faust Kontakt mit einer therapeutischen Praxis aufgenommen. Ich bin gegebenenfalls auch bereit, die Kosten selber zu übernehmen.

Die Physiotherapeutin, Frau — in — , bittet mich jedoch um einen Befund von Ihnen, um ihre Behandlung besser auf mich abstimmen zu können.

In Erwartung einer Nachricht von Ihnen und mit freundlichen Grüssen

Die Antwort meiner freundlichen Neurologin kam noch am gleichen Tag um 19.30 Uhr.

Lieber Herr Y,

Sie können morgen Ihren Brief und den Verordnungsschein für KG bei mir in der Praxis abholen – oder soll ich Ihnen beides zuschicken lassen?

Herzliche Grüße,

Mit dem Schein für zehn Einheiten kann ich jetzt zur Physiotherapeutin gehen.

Warum schreibe ich das? Weil ich mich freue, dass etwas vorangeht. Und dass die Neurologin so prompt und positiv geantwortet hat, nachdem ich vorher ja eher abschlägig beschieden worden war.

In dem ansonsten eher medizinischen Befund stand übrigens auch ein für mich ganz gut verständlicher Satz über meine Person. „Wacher, freundlich zugewandter, affektiv gut schwingungsfähiger Patient ohne pathologische Denkinhalte oder formale Denkstörungen.“

Alles wird gut.

Halbzeit

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Martin Walser hochschätze ich, seit ich 1963 seinen Roman Halbzeit las. Seitdem war für mich immer mal wieder Halbzeit und ich besuchte ihn auch wiederholt auf Lesungen im Land.

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Wie er fühlte ich mich damals als Linker und Kommunist und wäre ebenfalls wie er fast in die Kommunistische Partei eingetreten. Und wie er empfand ich schon damals die DDR als etwas völlig Unnatürliches, als alle sie noch in Anführungszeichen setzten.

Und ebenfalls wie er empfand ich seinen schärfster Kritiker, Marcel Reich-Ranicki, immer nur irgendwie widerlich.

Und wieder teile ich mit ihm eine wundersame Wandlung. Die von einem Gegner von allem, was nach Rechts und CDU riecht, zu einem Bewunderer der Kanzlerin Merkel.

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Während Walser Geschichten veröffentlichte, machte sie Geschichte.

Walser preist sie auf wunderschöne Weise im heutigen Spiegel Nr. 46.

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https://magazin.spiegel.de/SP/2018/46/160712930/?utm_source=spon&utm_campaign=centerpage

Und würdigt eine ihrer Stärken.

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Und das gilt nicht nur für’s Reden, sondern auch für’s Schreiben.

https://schreibmanblog.wordpress.com/2018/10/29/das-ende/

Wunderheiler und Simulant?

Meinem neuen Hausarzt – bisher hatte ich gar keinen – berichtete ich gestern von meinen beiden Besuchen bei der Neurologin, an die er mich überwiesen hatte.

Als ich ihn fragte, ob er mir ein Rezept für Physiotherapie ausstellen könne, meinte er nein, das sei rausgeschmissenes Geld. Würde mir genauso wenig nützen wie die Alpha Lipon Säure Tabletten.

Ich könne doch laufen. Was ja auch stimmt. Ich solle Stock, Rollator und Pillen vergessen. Und einfach nur laufen. Am besten gleich den Rollator bei ihm stehen lassen und freihändig zu meinem Auto auf den Parkplatz gehen.

Vielleicht wäre das ja schon der erste  Schritt gewesen. Oder einfach nur ein Flug auf die Schnauze.

Ich überlegte bissle hin und her, ob ich nun eher in die Kategorie Der hat ja garnichts oder Der sollte unbedingt was tun gehöre, und entschied mich dann, auf jeden Fall mal Physiotherapie zu machen. Ob mit oder ohne Rezept.

Erster Termin ist nächste Woche.

Novembereis

Novembereis

Meine Frau sagt ja, dass ich ein bisschen mehr labere, seit ich diese Alpha Lipon Säure Tabletten nehme. Das sind rezeptfreie Nahrungsergänzungsmittel, also keine Psychopharmaka oder sowas.

Irgendwo hat sie sicher Recht. Ich merke das selber, dass ich manchmal etwas mehr rede als sonst. Naja, das ist ja auch gar nicht so schwierig, weil ich sonst eigentlich ein ziemlich ruhiger und oft auch schweigsamer Mensch bin.

Gerade eben beim Frühstück, als die Sonne voll auf unseren Küchentisch schien, bekam ich nochmal Lust auf Eis. Solche Erdbeereis-Hörnchen habe ich ja den ganzen Sommer über fast täglich vernascht. Und dann ziemlich abrupt damit aufgehört, als der Sommer plötzlich vorbei war.

Und ebenfalls wegen des schönen Wetters hatte ich dann auch Lust, mir nochmal ein kurzärmliges Hemd anzuziehen und mich so von meiner Liebsten fotografieren zu lassen.

Ich gerate schon wieder ins Labern. Dabei habe ich zu nichts mehr Lust als dazu, mal wieder was einigermaßen Intelligentes zu schreiben, was den Einen oder Anderen zum Nachdenken anregt.

Aber, so sage ich mir, zwischendurch kann man es auch ruhig mal etwas easy angehen lassen.

Long live the bride!

Gestern in Kanada

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Mein Sohn Bastian mit seinem Patenonkel Axel

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Tony, Tochter meines Bruders Axel, mit Bräutigam Patrick

 

Anfänge

erikaWeihnachten 1962, als ich gerade 11 Jahre alt geworden war, brachte ich eine Sonderausgabe der Zeitschrift „Bonbon“ heraus, die ich kurz zuvor gegründet hatte.
Bonbon1Die Auflage dürfte drei bis vier Exemplare betragen haben, da ich zur Vervielfältigung nur Kohlepapier zur Verfügung hatte. Getippt hatte ich sie mit einer „Reise-Schreibmaschine“ der Marke „Erika“, die meine Mutter mir zur Verfügung gestellt hatte.
muttimiterikaDas mit einem anderen Vervielfältigungssystem hergestellte „Feuilleton“ wurde dann mit einer gesteigerten Auflagenzahl im zweistelligen Bereich produziert, also vermutlich 10 bis 11 Hefte.
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Der „Treffpunkt“ entstand schliesslich mit Hilfe einer Vervielfältigungsmaschine, die mein Onkel, der im Schwarzwald Fabrikdirektor war, ausgemustert und mir geschenkt hatte. Jetzt gab es kein Halten mehr, auch das Redaktionsteam bestand inzwischen aus mehr als einer Person.
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treffpunkt4Was die genannte Auflage von 150 betrifft, dürfte es sich allerdings um einen Tippfehler handeln.
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