Asterix-Übersetzer Millionär

Asterix et la Transitalique

Am ersten Verkaufstag des neuen Asterix hatte ich um 15.00 Uhr einen Termin in Bad Krozingen und am Abend Stammtisch wie an jedem dritten Freitag des Monats, diesmal im „Bären“ in Auggen.

Wir sind da rund 20 Zugereiste aus nördlicheren Gefilden wie Hamburg, Köln, Bamberg und so weiter, und zwar männlich und weiblich gemischt, Singles und Paare. Ich bin übrigens der Jüngste.

Nach dem sehr netten Gespräch im „Café Mohrenköpfle“ fuhr ich um 16.30 Uhr erst mal über Breisach nach Frankreich, um mir die französische Originalausgabe zu kaufen. Im Supermarkt in Fessenheim kostete das Album 9,45 €.

Asterix Kassenzettel

Ich fuhr dann über die einsame Landstrasse zum Grenzübergang von Chalampé nach Neuenburg am Rhein. Auf dieser zur Meditation geeigneten Strecke verfiel ich in tiefes Nachdenken darüber, warum wohl der Preis für die deutsche Ausgabe mit 12,00 € um 2,55 € höher liegt als der für die französische.

Die Übersetzung! Der Übersetzer! Das war der Grund. Schliesslich musste für die übersetzte Ausgabe ein zusätzlicher Dienstleister eingeschaltet werden.

Klaus Jöken hat schätzungsweise zwei Tage gebraucht, um das ganze ins Deutsche zu übertragen. Das wären also 16 Arbeitsstunden. Multipliziert man eine geschätzte Auflage von 200.000 Exemplaren mit den genannten 2,55 €, erhält man einen Betrag von 510.000 €.

Dividiert man dies durch 16 Stunden, kommen wir auf einen Stundentarif von 31.875 €. Hochgerechnet auf eine 40-Stunden-Woche ergibt das 1.275.000 €, macht einen Monatslohn von 4 x 1.275.000 = 5.100.000 € (in Worten: cinq millions) für den „traducteur“.

Tja, Übersetzer sollte man werden. Da kann man ganz schön Kohle machen. „Gagner du pognon (faire du fric)“, wie der Franzose sagen würde.

Asterix