Frauen kann das kaum gefallen

Obwohl Michael Douglas die Hauptrolle spielt. In seiner ersten Netflix-Serie,“The Kominsky Method“, bestehend aus sechs Folgen. Ich bin in der dritten Folge und bis jetzt haben Douglas und sein Freund nur wenig Gutes erfahren. Dem einen ist die Frau gestorben und der andere hat’s mit der Prostata.

Das ganze wird mit ein bisschen mehr oder weniger zynischem Humor untermalt, völlig unpassend, wie ich meine.

kominsky-poster

Männerfreundschaft zwischen den beiden gut situierten Herren schlägt sich dann in Zurufen wie „Du alter Wichser, Du!“ aus. Ich frage mich echt, wer sowas lustig finden soll.

Vielleicht die Damen? Sie bestimmen ja mehr und mehr das ganze kulturelle Geschehen von Film bis Literatur. Man muss wohl ein echter Frauenversteher sein oder Harald Schmidt heissen, wenn man dahinterkommen will, warum Ladies bei abgerissenen Typen wie Michel Houellebecq, der gerade wieder geheiratet hat, Schlange stehen.

houellebecq
Foto aus: DER SPIEGEL 34/2005.
http://magazin.spiegel.de/EpubDelivery/spiegel/pdf/41506003
So schlimm sieht der Michael Douglas ja nun auch wieder nicht aus.

http://www.spiegel.de/plus/warum-frankreichs-nationaldichter-michel-houellebecq-so-einen-schlag-bei-frauen-hat-a-e6284c7e-eb14-4fb4-b9ac-75204c9ee004

Houellebecq macht’s sich gemütlich

houe
Trautes Heim mit Blümchen

Zum Artikel in der taz am Wochenende
https://www.taz.de/Buch-ueber-Michel-Houellebecq/!5475746/

 

Tot in der Badewanne

Der Satz von Michel Houellebecq („Der Künstler ist immer einer, der ebenso gut gar nichts tun könnte, der allein mit der Versenkung in die Welt und einer damit verbundenen vagen Träumerei zufrieden wäre“) ist in ganz anderer Richtung revolutionär als es zunächst scheint.

Besagt er doch weniger über die Kunst und die Künstler also solche, sondern vielmehr etwas über deren unbedeutende Rolle in der Geschichte und Philosophiegeschichte.

Sie ist tatsächlich gleich null. Ein Gemälde ist dekorativ wie eine Tapete. Es und sie hatten nie einen Einfluss auf den Lauf der Geschichte.

David Tod des Marat

Davids Gemälde „Der Tod des Marat“ hat genauso wenig zur Französischen Revolution beigetragen wie das Theaterstück von Peter Weiss.

Weiss Marat Charenton Sade

Man kann sich als Schriftsteller selbst optimieren und schöne Theaterstücke schreiben, aber die Welt verändert man damit nicht.

Jean-Paul Sartre hatte die Diskussion um die Wirkung von Literatur darauf reduziert, dass es darum gehe, dass Literatur engagiert sein müsse. Kunst um der Kunst willen (L’Art pour l’art) sei konterrevolutionär.

Aber Literaten und andere Künstler können so engagiert sein wie sie wollen. Politisch wirksam sind und bleiben so langweilige Texte wie Parteiprogramme, Gesetze und Twitter-Meldungen.

Laut Houellebecq gibt es seit Schopenhauers Tod 1860 nichts Neues in der Philosophie und Geistesgeschichte. Der Mensch wird in eine schlechte Welt geboren und stirbt in einer ebensolchen.

 

Abt. Kunst, Literatur & Philosophie

Konnte mal wieder nicht einschlafen und habe ein neues Buch angefangen.

Michel Houellebecq, In Gegenwart Schopenhauers

„Der Künstler ist immer einer, der ebenso gut gar nichts tun könnte, der allein mit der Versenkung in die Welt und einer damit verbundenen vagen Träumerei zufrieden wäre.“
Michel Houellebecq, In Schopenhauers Gegenwart